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Vom Problem zur eigenen App: Wie ich mithilfe von KI den „Kompetenz-Manager“ entwickle

Die individuelle Förderung und Begleitung der Kinder beim Lernen ist das Kerngeschäft einer jeden Lehrkraft. Eng damit verbunden ist ein Thema, das in fast jeder Dienstbesprechung und Lehrerkonferenz irgendwann auf den Tisch kommt: die Lerndokumentation und die Förderplanung.

Unsere Kollegien leisten jeden Tag Erstaunliches. Sie beobachten, fördern, differenzieren und begleiten Kinder auf ihren individuellen Lernwegen. Doch wenn es darum geht, all diese wertvollen, kompetenzorientierten Beobachtungen systematisch zu erfassen, stoßen wir oft an Grenzen. Zettelwirtschaft, unübersichtliche Tabellen oder selten auch starre Softwarelösungen, die nicht zum dynamischen Alltag einer Grundschule passen, rauben Zeit und Nerven.

Genau aus diesem Frust heraus ist in den letzten Wochen ein kleines, aber für mich sehr aufregendes Projekt entstanden. Ich möchte heute den Prototyp einer App vorstellen, die ich entwickelt habe: den Kompetenz-Manager.

Und das Verrückte daran: Ich kann eigentlich so gut wie gar nicht programmieren.

Das „Wie“: Programmieren, ohne programmieren zu können

Vielleicht habt ihr in letzter Zeit Begriffe wie „Vibe-Coding“ oder „KI-gestützte Entwicklung“ heard. Tools wie Gemini, ChatGPT oder GitHub Copilot verändern gerade radikal, wie Software entsteht.

Ich wollte wissen: Kann ich als pädagogischer Praktiker, der die Bedarfe einer Grundschule genau kennt, aber kaum Code schreiben kann, eine eigene Softwarelösung bauen? Die Antwort lautet: Ja, absolut!

In den vergangenen Wochen habe ich mich mit einem KI-Assistenten (in meinem Fall Gemini und Codex) zusammengesetzt. Mein Part war die pädagogische Expertise: Was brauchen Lehrkräfte? Wie muss eine Oberfläche aussehen, damit sie im stressigen Schulalltag schnell bedient werden kann? Welche Daten müssen wie verknüpft werden? Die KI hat meine Beschreibungen und Anforderungen in funktionierenden Programmcode übersetzt. Es war wie ein Ping-Pong-Spiel zwischen pädagogischer Vision und technischer Umsetzung.

Das Ergebnis ist der Prototyp des Kompetenz-Managers.

Ein wichtiger Disclaimer: Es handelt sich hierbei um einen Prototypen, der aus einem praktischen Blickwinkel heraus funktioniert. Zum Betrieb „im Internet“ ist die Software im aktuellen Stadium ausdrücklich nicht geeignet, da hier gegebenenfalls noch weitere Sicherheitsfunktionen ergänzt werden müssten. Lokal auf dem eigenen Rechner und in einem lokalen Netzwerk sollte die Software jedoch relativ problemlos betrieben werden können.

Was ist der Kompetenz-Manager – ein Überblick

Der Kompetenz-Manager ist ein digitales Werkzeug, das speziell darauf ausgerichtet ist, die Beobachtung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern zu vereinfachen. Er setzt genau da an, wo es im Alltag oft hakt.

Die Kernfunktionen des aktuellen Prototyps umfassen:

  • Schnelle Erfassung von Beobachtungen: Lehrkräfte können im Unterricht oder direkt danach kompetenzorientierte Beobachtungen zu einzelnen Kindern festhalten – ohne sich durch unzählige Menüs klicken zu müssen.
  • Systematische Lerndokumentation: Die Beobachtungen werden nicht einfach als isolierter Fließtext gespeichert, sondern direkt an bestimmte Kompetenzerwartungen (z.B. aus den Lehrplänen) geknüpft. So entsteht nach und nach ein klares, stärkenorientiertes Profil des Kindes.
  • Fundierte Grundlage für die Förderplanung: Wenn wir wissen, wo ein Kind genau steht, lässt sich die Förderplanung viel zielgerichteter ableiten. Das Tool hilft dabei, die gesammelten Daten zu strukturieren, um passgenaue Förderziele zu formulieren.
  • Vorbereitung auf Elterngespräche & Zeugnisse: Wer kennt nicht die stressigen Wochen vor den Lernentwicklungsgesprächen oder der Zeugnisausgabe? Mit dem Kompetenz-Manager hat man alle Beobachtungen des Halbjahres gebündelt, sortiert und griffbereit auf einen Blick.
  • Individuelle Arbeitspläne auf Knopfdruck: Basierend auf dem aktuellen Lernstand und dem dokumentierten Förderbedarf lassen sich für jedes Kind passgenaue Wochen-Arbeitspläne generieren. So erhalten alle Kinder genau die Lernangebote, die sie für ihren nächsten Entwicklungsschritt benötigen – eine enorme Erleichterung für die Vorbereitung des binnendifferenzierten Unterrichts.

Der detaillierte Blick

Die Grundidee: Konsequent von den Kompetenzen aus gedacht

Der „Kompetenz-Manager“ ist konsequent von den Kompetenzerwartungen aus gedacht, die wir beispielsweise in unseren Rasterzeugnissen festgelegt haben. Diese Kompetenzen bilden das Herzstück und die Basis für alles Weitere: Beobachtungen, Förderplanerstellung und die individuellen Arbeitspläne.

Das bedeutet in der Praxis: Alle Beobachtungen, die formulierten Förderziele und auch konkrete Aufgabenstellungen lassen sich im Tool direkt mit den jeweiligen Kompetenzen verknüpfen. Dadurch entsteht ein enormer Vorteil für uns Lehrkräfte: Mit nur wenigen Klicks kann ich mir ein umfassendes und differenziertes Bild einer Schülerin oder eines Schülers machen. Ich sehe sofort, an welchen Kompetenzen gerade gearbeitet wird und wo die individuellen Stärken oder Bedarfe liegen.

Besonders wichtig war mir dabei die absolute Flexibilität: Im Tool selbst kann jede Lehrkraft oder Schule ganz individuell festlegen, welche Kompetenzen verwendet werden sollen. Es lassen sich beliebig viele eigene „Kompetenzbögen“ in das System hochladen. Genauso denkbar und problemlos umsetzbar ist es, direkt die vorgegebenen Kompetenzen aus den offiziellen Lehrplänen der Länder zu verwenden. So passt sich die App der Schule an – und nicht umgekehrt.

Kompetenzen erfassen

Der eigentliche Aufhänger für die Entwicklung der App war mein dringender Wunsch nach einer einfachen, digitalen Dokumentation der sogenannten „Kompetenzerreichung“. Wir alle kennen die typischen Situationen im Schulalltag, in denen wir wichtige Beobachtungen machen: mitten im trubeligen Unterrichtsgeschehen, in den ruhigeren Minuten am Ende einer Stunde, bei der gezielten Vorbereitung auf ein anstehendes Elterngespräch oder bei der abendlichen Durchsicht von Lernergebnissen und Heften. Bisher führte das oft unweigerlich zu einer unübersichtlichen Zettelwirtschaft. Um genau davon wegzukommen, basiert die Dokumentation im Tool nun vollständig auf strukturierten digitalen Kompetenzbögen. Ein besonderes Highlight ist dabei die Möglichkeit, diese Dokumentation direkt mit Fotos der tatsächlichen Lernergebnisse anzureichern – ein Bild sagt schließlich oft mehr als tausend Worte.

Damit das im hektischen Schulalltag auch wirklich praktikabel und zeiteffizient ist, bietet die App ganz bewusst verschiedene Eingabemodi an, die sich an die jeweilige Situation anpassen. Habe ich nur eine kurze Beobachtung gemacht, nutze ich die Funktion für eine schnelle Notiz zu einem einzelnen Schüler und einer spezifischen Kompetenz. Möchte ich nach einer Arbeitsphase festhalten, wie die ganze Klasse abgeschnitten hat, wähle ich die „Reihenabfrage“ – entweder für alle Schüler einer Lerngruppe bezogen auf eine einzige Kompetenz, oder sogar direkt für mehrere Kompetenzen auf einmal. Genauso gut ist es aber auch möglich, sich in Ruhe mit einem einzelnen Kind zu befassen und einen kompletten Bogen am Stück auszufüllen. Bei jeder dieser Eingabeformen wird eine schnelle Skaleneinschätzung vorgenommen. Ergänzend kann ich jederzeit einen erläuternden Kommentar oder eben ein aussagekräftiges Foto hinzufügen.

Der eigentliche Mehrwert zeigt sich dann in der Berichtsansicht: Hier werden alle gesammelten Eintragungen zu einem Kompetenzbogen für jedes Kind extrem übersichtlich aufgelistet. Das System bildet dabei automatisch einen Durchschnittswert über die verschiedenen Beobachtungszeitpunkte. Das beruhigende Ergebnis für uns Lehrkräfte: Es geht absolut nichts mehr verloren und ein schneller, fundierter Überblick über den aktuellen Lernstand ist jederzeit mit nur einem Klick möglich.

Förderplanung

Der logische nächste Schritt nach einer fundierten Beobachtung ist natürlich die konkrete Förderplanung. Individuelle Förderpläne sind für uns das zentrale Instrument zur Planung und anschließenden Evaluation sämtlicher schulischer Fördermaßnahmen. Oft ist genau dieser Schritt im Schulalltag jedoch eine zeitfressende Hürde, vor der man allzu gerne zurückschreckt. Hier setzt der Kompetenz-Manager an und ermöglicht eine Förderplanung auf eine denkbar einfache und intuitive Art und Weise.

Die zuvor in der App sorgfältig angelegte Dokumentation bildet dabei das stabile Fundament. Ein besonders hilfreiches Feature: Das System analysiert die eingegebenen Daten und schlägt Kompetenzen, bei denen ein Kind noch „Schwächen“ aufweist, ganz automatisch als mögliche Förderbereiche vor. Das erspart mühsames Suchen und Abgleichen. Natürlich bleibt die pädagogische Freiheit jederzeit erhalten: Als Lehrkraft kann ich diese Vorschläge anpassen oder völlig eigenständig neue Förderbereiche benennen, wenn es die Situation erfordert.

Für jeden festgelegten Förderbereich wird das Vorgehen dann klar und pragmatisch strukturiert. Ich dokumentiere den aktuellen Ist-Zustand, formuliere den angestrebten Soll-Zustand und lege konkrete Maßnahmen fest, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll. So entsteht ein klarer Fahrplan für das Kind. Flankierend dazu werden für jedes Kind die notwendigen „Grunddaten“ für den Förderplan zentral im System erfasst und gepflegt.

Ein Förderplan ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn er auch evaluiert wird. Am Ende einer festgelegten „Förderperiode“ wird der Plan daher noch einmal aufgerufen. Für jeden Bereich und jedes Ziel wird dann unkompliziert erfasst, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht. Die Evaluation ist somit von Anfang an konsequent mitgedacht und lässt sich im Handumdrehen dokumentieren. Besonders smart: Jedes Ziel, das in diesem Zeitraum noch nicht vollständig erreicht werden konnte, merkt sich die App und schlägt es automatisch für den kommenden Förderplan wieder vor. So fällt niemand durchs Raster.

Um bürokratische Vorgaben zu erfüllen, bietet die App zudem eine praktische Exportfunktion. Mit einem Klick wird der fertige Förderplan passgenau in die offizielle schulische Förderplanvorlage (etwa als druckfertiges Dokument) exportiert – bereit für die Unterschrift durch die Eltern und alle beteiligten Personen. Insgesamt wird die Förderplanung durch diesen Workflow nicht nur unheimlich schnell und effektiv erledigt, sie schafft auch eine enorme Transparenz für alle beteiligten Lehrkräfte. Durch den durchgehenden, engen Bezug zu den vorab definierten Kompetenzen schließt sich hier der Kreis aus Beobachten, Planen und Fördern auf perfekte Weise.

Dokumentation von Elternberatung

Ein weiterer logischer Schritt in der Begleitung unserer Schülerinnen und Schüler ist die kontinuierliche Elternarbeit. Wer kennt es nicht: Die Kommunikation mit dem Elternhaus ist essenziell, aber sie ist im Alltag auch extrem vielschichtig und oft sehr kleinteilig. Daher war es mir wichtig, auch die Dokumentation von Elternberatungen und -kontakten fest in den Kompetenz-Manager zu integrieren.

Im oft turbulenten Schulalltag finden viele Absprachen quasi nebenbei statt. Das Tool bietet deshalb die Möglichkeit, schnelle Notizen zu solchen alltäglichen Elternkontakten unkompliziert festzuhalten. Ob es sich um den Inhalt einer kurzen E-Mail handelt, die Zusammenfassung eines spontanen Telefonats, eine kurze Mitteilung im Hausaufgabenheft oder das klassische Tür-und-Angel-Gespräch nach Schulschluss – all diese vermeintlich kleinen Puzzleteile lassen sich mit wenigen Klicks dokumentieren. So entsteht über das Schuljahr hinweg eine lückenlose und transparente Kontakthistorie, die im Zweifelsfall Gold wert sein kann.

Darüber hinaus lassen sich für terminierte, formelle Elterngespräche – wie etwa die Lernentwicklungsgespräche – auch sehr ausführliche Gesprächsprotokolle anlegen. Hier ist ausreichend Platz, um die wesentlichen Gesprächsinhalte detailliert zu dokumentieren sowie gemeinsam beschlossene Maßnahmen und konkrete Vereinbarungen verbindlich festzuhalten.

Auch bei diesem Thema habe ich wieder an die bürokratischen Notwendigkeiten gedacht: Ähnlich wie bei der Förderplanung ermöglicht das Tool die nahtlose Übernahme all dieser Daten in ein vorgefertigtes schulisches Formular. Mit einem einfachen Klick wird ein sauberes Dokument generiert, das direkt ausgedruckt, von den Eltern und der Lehrkraft unterschrieben und anschließend sicher in der Schülerakte aufbewahrt werden kann. So wird aus einer oft lästigen Pflichtaufgabe ein runder, zeitsparender und vor allem rechtssicherer Prozess.

Individuelle Arbeitspläne

Das derzeit letzte Modul des Kompetenz-Managers widmet sich der Erstellung individueller Arbeitspläne. Es markiert sozusagen den logischen letzten Schritt im didaktischen Kreislauf der Förderung. Für jedes Kind lässt sich hier für einen beliebig definierten Zeitraum – beispielsweise für eine Schulwoche – ein ganz persönlicher Arbeitsplan mit passgenauen Aufgaben zusammenstellen.

Auch an dieser Stelle unterstützt die App wieder auf sehr smarte Weise: Sie schlägt automatisch Kompetenzen vor, die in den Aufgabenaufträgen unbedingt berücksichtigt werden sollten. Das System zieht dafür gezielt jene Kompetenzen heran, die in der bisherigen Dokumentation als „schwach“ eingestuft wurden, die aktuell fest im Förderplan des Kindes verankert sind oder bei denen die Aufgaben im vorangegangenen Arbeitsplan noch nicht wie erhofft funktioniert haben. Jede einzelne Aufgabe auf dem Plan wird dabei konsequent einer Kompetenz aus den hinterlegten Dokumentationsbögen zugeordnet.

Damit die Kinder genau wissen, woran sie arbeiten, erhält jede Aufgabe eine motivierende Zielformulierung in kindgerechter Sprache. Natürlich werden auch die konkrete Aufgabenstellung und das benötigte Material übersichtlich benannt. Ein eigens vorgesehener Raum zur Selbsteinschätzung fördert zudem die Reflexionsfähigkeit und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler. Für persönliche Worte, organisatorische Hinweise oder eine allgemeine Rückmeldung bietet jeder Arbeitsplan am Anfang ausreichend Platz für einen frei formulierbaren Text.

Um uns Lehrkräften die Vorbereitung im Alltag enorm zu erleichtern, können einmal erstellte Aufgaben mit nur zwei Klicks in die Arbeitspläne von einem oder auch mehreren anderen Kindern übernommen werden. Zudem lassen sich besonders gelungene Aufgabenstellungen in eine interne „Bibliothek“ überführen, um sie später jederzeit wiederverwenden zu können.

Das eigentliche Highlight ist jedoch, was nach der Bearbeitungsphase passiert: Die ausgefüllten Arbeitspläne können Aufgabe für Aufgabe evaluiert und – genau wie bei der anfänglichen Beobachtung – mit Fotos der konkreten Ergebnisse dokumentiert werden. Aus dieser Evaluation heraus können direkt wieder neue Eintragungen in die Dokumentationsbögen vorgenommen werden. Hier schließt sich der Kreis aus Beobachtung, Planung und erneuter Feststellung des Lernstands auf wirklich einfache Weise. Und selbstverständlich gilt auch hier: Die fertigen Arbeitspläne lassen sich nahtlos in bestehende schulische Vorlagen übernehmen und ganz einfach als PDF oder bearbeitbares Dokument exportieren.

Der Rundumblick – die Schülerakte

Um bei all diesen unterschiedlichen Funktionen und Werkzeugen stets den perfekten Überblick zu behalten, führt der Kompetenz-Manager alle Fäden in der digitalen Schülerakte zusammen. Dieser Bereich ist das Herzstück für den echten 360-Grad-Blick auf ein einzelnes Kind. Mit nur einem Klick öffnet sich hier eine strukturierte und aufgeräumte Übersicht, in der absolut alles gesammelt wird, was im Laufe eines Schuljahres anfällt. Hier finden sich alle jemals ausgefüllten Dokumentationsbögen und Notizen, die detaillierten Gesprächsprotokolle aus der Elternberatung, die kompletten Förderpläne inklusive ihrer fortlaufenden Evaluationen sowie sämtliche erstellten und ausgewerteten individuellen Arbeitspläne. Vorbei sind also die Zeiten, in denen man sich mühsam durch verschiedene analoge Aktenordner, Notizbücher oder unübersichtliche Ordnerstrukturen auf dem Rechner wühlen musste – die gesamte Lernbiografie des Kindes ist hier chronologisch und transparent an einem einzigen Ort gebündelt.

Damit im mitunter chaotischen Schulalltag bei all diesen gebündelten Informationen und Planungen nichts Wichtiges unter den Tisch fällt, begrüßt die App jede Lehrkraft zudem direkt nach dem Login mit einem intelligenten Dashboard. Diese Startseite fungiert wie ein persönlicher digitaler Assistent: Sie erinnert proaktiv an anstehende und noch offene Aufgaben. Steht beispielsweise die Evaluation eines Förderplans an, wartet ein Arbeitsplan noch auf seine Auswertung oder rückt ein terminiertes Elterngespräch näher, zeigt das Dashboard dies zuverlässig an. So wird der viel zitierte „Mental Load“ spürbar reduziert und wir haben den Kopf wieder frei für das, was wirklich zählt: die pädagogische Arbeit mit den Kindern.

Selbst ein Bild machen

Da Theorie das eine ist, die Praxis aber oft viel aussagekräftiger, habe ich für euch eine offene Demo-Umgebung eingerichtet. Unter der Adresse https://kompdemo.foerster.rocks könnt ihr den Kompetenz-Manager direkt in eurem Browser ausprobieren, ohne vorher irgendetwas installieren zu müssen. Loggt euch dafür einfach mit dem Benutzernamen martina.mustermann und dem Passwort Komp3t3nz! ein.

Klickt euch gerne in Ruhe durch alle Funktionen, testet die verschiedenen Eingabemodi und erstellt beispielhaft einen Arbeits- oder Förderplan. Eine große und sehr wichtige Bitte habe ich dabei jedoch: Da es sich um eine öffentlich zugängliche Demo-Instanz handelt, auf die auch andere Interessierte zugreifen können, tragt bitte auf gar keinen Fall echte Schülerdaten, Klarnamen oder sensible Informationen ein! Nutzt für eure Testläufe bitte ausschließlich erfundene Namen und fiktive Beobachtungen, um den Datenschutz zu gewährleisten.

Den Code selbst nutzen

Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, diesen Prototypen nicht in einem stillen Kämmerlein zu verstecken, sondern ihn offen zu teilen. Der gesamte Code liegt auf der Plattform GitHub unter folgendem Link bereit:

https://github.com/Bingenberger/kompetenz-manager

Warum mache ich das?

  1. Transparenz & Austausch: Ich möchte zeigen, was möglich ist. Vielleicht gibt es in euren Kollegien technikaffine Lehrkräfte, die den Code nehmen, anpassen und für eure Schule optimieren wollen.
  2. Gemeinsame Weiterentwicklung: Ein Prototyp ist erst der Anfang. Durch den Open-Source-Gedanken lade ich alle ein, Ideen beizusteuern. Was fehlt noch? Wo hakt die Bedienung im echten Klassenraum?
  3. Ermutigung für uns Schulleitungen: Wir müssen nicht immer darauf warten, dass große Verlage oder Ministerien die perfekte Softwarelösung für uns bauen (wir wissen alle, wie lange das dauern kann). Mit den neuen KI-Werkzeugen haben wir eine nie dagewesene Chance, die Digitalisierung an unseren Schulen aktiv, agil und passgenau selbst mitzugestalten.

Mein Fazit und eine Einladung

Die Arbeit mit Coding-Agenten hat mir in den letzten Wochen gezeigt: Die Hürde, eigene digitale Werkzeuge zu erschaffen, war noch nie so niedrig wie heute. Wenn wir als Schulleitungen und Lehrkräfte unsere pädagogische Expertise mit der Power von KI kombinieren, können wir Lösungen bauen, die wirklich funktionieren und uns im Alltag entlasten.

Ich lade euch herzlich ein: Klickt euch in das GitHub-Repository rein. Lasst euch von dem Code nicht abschrecken – es geht primär um die Idee und die Struktur dahinter. Schaut euch an, was entstanden ist.

Lasst uns ins Gespräch kommen! Wie löst ihr das Thema Lerndokumentation an euren Schulen? Und könntet ihr euch vorstellen, mit KI-Unterstützung eigene kleine Helfer-Tools für euer Kollegium zu entwickeln?

Ich freue mich auf euren Austausch in den Kommentaren!

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